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Mini-Solaranlage für die Steckdose

Eine neue Generation von Solaranlagen macht aktuell von sich reden, die  Mini-Solaranlagen für die Steckdose. Bei Computern ist das Konzept unter dem Begriff Plug & Play bereits vielen bekannt. Die Mini Photovoltaikanlage für die Steckdose wird einfach aufgestellt oder angebracht und in die nächste verfügbare Steckdose des heimischen Stromnetzes eingesteckt.
Mit dieser Variante ist es nun auch Menschen ohne eigenem Haus möglich Solarstrom herzustellen. Beispielsweise auf dem Balkon. Waren Dach Solaranlagen vor 20 Jahren in Deutschland noch weitgehend unbekannt, so gibt es heutzutage kaum noch eine Stadt oder ein Dorf in dem es keine Dächer mit Solarpanel gibt.

Bei den Dächern handelt es sich bisher zumeist um größere Flächen von Solarmodulen, die für zwei Zwecke bestimmt sind: zum einen wird der mit Sonnenlicht erzeugte Strom in dafür vorgesehenen Speicherzellen gespeichert, um das eigene Haus oder den eigenen Betrieb mit Strom zu versorgen. Zum anderen wird der in den Photovoltaikmodulen erzeugte Strom in das lokale Stromnetz eingespeist. Laut dem erneuerbare Energien Gesetz (EEG) bekommen auch private Eigentümer einer solchen neu errichteten Solaranlage auch im Jahr 2017 noch zwischen 8,5 und 12,3 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen ist damit immer noch attraktiv.
Dies macht Solaranlagen in doppelter Hinsicht attraktiv, denn zum einen senken sie den eigenen Bedarf an immer teurer werdenden Strom der Versorger und zum anderen können Überkapazitäten mit Preisgarantie verkauft werden.

Mini Solaranlage in die Steckdose

Bisher konnten allerdings nur Eigenheimbesitzer von dieser Regelung profitieren, indem sie ihr Dach mit Solarmodulen ausstatteten. Eine neue Generation an Plug & Play Mini-Solaranlagen sorgt nun dafür, dass auch Menschen in Mietwohnungen oder Eigentumswohnungen von der Erzeugung von Solarstrom profitieren können. Diese Miniatur Photovoltaikanlagen für die Steckdose bestehen aus mehreren Komponenten. In der Regel aus einem oder auch mehreren Solarmodulen, die unter Zuhilfenahme eines sogenannten Wechselrichter mit dem Stromnetz im Haus verbunden werden können. Und in der Tat handelt es sich hierbei um einen handelsüblichen Stromstecker. Einem Schukostecker, wie auch bei normalen Elektro Haushaltsgeräten üblich ist. Es kann sich bei älteren Stromnetzen empfehlen, den Elektriker eine dazu extra abgesicherte Steckdose einzurichten. Dazu kommt noch ein Gestell auf dem die Solarzellenmodule befestigt werden und gegebenenfalls ein Akku Stromspeicher um den erzeugten Solarstrom zu speichern.

  • Solarmodule liefern Gleichspannung von 12 V
  • Der Netzadapter (Wechselrichter) wandelt den Gleichstrom in zwei 230 V Wechselstrom um
  • Sicherheit: Wechselrichter verfügen über eine Schutzfunktion und schalten sich selbstständig aus, wenn ihre Verbindung zum Stromnetz unterbrochen wird – das eliminiert die Gefahr eines Stromschlags
  • Mini-Solaranlagen für die Steckdose liefern zwischen 150 und 1000 W Strom

Mini-Solaranlage: Strom für den Grundbedarf

Wird keine Speicherzelle an das System angeschlossen, so wird der erzeugte Strom für die aktuell im heimischen stromnetzhängenden Geräte verwendet. Alle Standby Geräte, der Kühlschrank, der Gefrierschrank oder die Gefriertruhe werden ebenso versorgt wie der Internetrouter. Dadurch senken sie den Stromverbrauch, der über den Stromanbieter bezogen wird ab. Die Mini-Solaranlagen für die Steckdose können je nach Modell zwischen 150 und 1000 W Strom bei entsprechendem Sonnenschein liefern.

Das ist zwar nicht so viel wie die größeren PV-Anlagen auf dem Dach, aber ein erster Schritt in die Unabhängigkeit. Die Kosten einer Mini-PV-Anlage für die Steckdose amortisieren sich bereits nach wenigen Jahren. Für die Solarzellen gab es aufgrund mangelhafter Erfahrung zunächst nur Schätzungen bezüglich ihrer Lebenslaufzeit. Doch heute weiß man die Lebenszeit der Photovoltaikzellen ist deutlich höher als ursprünglich angenommen.

Darf jeder Mini-Solaranlagen für die Steckdose betreiben?

Ist der Betrieb dieser Anlagen direkt an der Steckdose erlaubt? Diese Frage ist aktuell schlicht und einfach mit Ja zu beantworten. Die gängigen Modelle enthalten eine Do-it-Yourself Beschreibung, nach der man das Mini-PV-System montieren kann. Wer unsicher ist, kann sich einen Elektriker oder anderen Experten hinzuziehen.
Als Nutzer von Mini-Solaranlagen für Steckdosen kommen die folgenden Gruppen in Betracht:

Typ des AnlagenbetreibersNutzen
Unternehmen und KleinunternehmerUnternehmen und Kleinunternehmer können ihre Energiekosten deutlich reduzieren wenn sie den im Büro anfallenden Stromverbrauch zusätzlich mit einer entsprechenden Anlage abfedern. Dies reduziert dauerhaft die anfallenden Stromkosten.
HauseigentümerHauseigentümer profitieren schon, wenn sie das eigene Dach mit Solarzellen bestücken. Zusätzlich können Sie die Miniaturanlagen auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten aufstellen.
Private Haushaltegerade private Haushalte mit Geräten im Dauerbetrieb wie PC, Kühlschrank oder Gefriertruhe können von den mobilen Minianlagen für die Steckdose profitieren. Die Einspeisung des mit Sonnenlicht erzeugten Stroms reduziert die Stromkosten im anfallenden Eigenverbrauch.
Wohnungseigentümer und MieterEgal ob Mieter oder Wohnungseigentümer - wer über kein eigenes Dach verfügt aber über einen Balkon oder eine Terrasse, profitiert von einer Solarstromanlage für die Steckdose.

Der Betrieb einer Anlage muss dem Stromanbieter zur Kenntnis gebracht werden. Eine einfache schriftliche Meldung mit Modellbezeichnung und Seriennummer genügt hier.

EU möchte die Photovoltaik-Kleinanlagen fördern

Der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) weist darauf hin, dass es immer noch Regelungsbedarf für die Mini PV Anlagen gibt. In seinem „Entschließungsantrag zur Strom- und Wärmeerzeugung in kleinem und kleinstem Maßstab“ hat das europäische Parlament sich bereits der der dezentralen Energiewende zugewendet. Die EU möchte die Photovoltaik-Kleinanlagen fördern, da sie ihr großes Potenzial bereits erkannt haben. Eine Einspeisevergütung ist für diese Form der Anlage zwar noch nicht vorgesehen aber allein die Einsparungen durch Eigenverbrauch werden als hoch bewertet.

Darüber hinaus ist in Kürze mit entsprechenden ergänzenden Sicherheitsnormen zu rechnen, um den Schutz vor Fehlströmen, Überspannungen, Übersetzungen und Stromschlag zu definieren.

So wundert es auch nicht, dass die Stromkonzerne gerne vor etwaigen Risiken der Kleinanlagen warnen. Denn diese laufen ihren eigenen Interessen diametral entgegen.

Üblicherweise sollten Steckdosen, die bereits am Balkon oder auf der Terrasse vorhanden sind bereits über einen eigenen abgesicherten Bereich im Stromsystem des Hauses verfügen. Wer sich unsicher ist und auf Nummer sicher gehen möchte,  der kann seinen Elektriker bzw. Elektroinstallateur um Rat fragen. Der kann die Mini Solaranlage für die Steckdose mit einer eigenen Schutzsicherung absichern.

Wo kann ich die Mini Photovoltaikanlage für die Steckdose betreiben?

Grundsätzlich sind die Mini Photovoltaikanlagen auf private Haushalte und den Eigenverbrauch ausgerichtet. Photovoltaikmodule müssen natürlich ebenso wie bei den großen PV Anlagen an Orten aufgestellt werden, an denen die Sonneneinstrahlung ausreichend lange und im richtigen Neigungswinkel erfolgen kann. Die folgenden Aufstellungsorte eignen sich daher wie folgt.

AufstellungsortNutzen und Möglichkeiten
GartenWer über einen Garten verfügt, kann sich eine passende Stelle mit viel Sonnenstunden aussuchen. Mit einer Steinplatte oder wenigen Fliesen ist ein entsprechend mobiles Mini Solaranlagen System schnell aufgestellt
Hauswandmittlerweile gibt es viele sehr gute Befestigungssysteme die in einem Anfangs-Set gekauft werden können. Damit lassen sich die Solarzellenmodule einfach an der Fassade des Hauses bzw. der Hauswand befestigen.
BalkonBalkone sind praktischerweise meistens in eine südliche Richtung ausgerichtet. Wenn der Balkon über genügend Sonnenstunden verfügt, lohnt sich der Einsatz der PV Anlage. Gerade für Mieter und Wohnungseigentümer erschließt sich hier der Einstieg in die eigene unabhängige Stromproduktion.
TerrasseEbenso wie Balkone sind Terrassen häufig in südlicher oder westlicher Richtung ausgerichtet. Sie verfügen zudem über ausreichend Platz ein Solarmodul so einzurichten das es genügend Sonnenlicht bekommt.
Wohnmobilfür die Campingfreunde sind die mobilen Solaranlagen eine wunderbare Möglichkeit sich auch unterwegs mit dem nötigsten Strom zu versorgen. Hierzu ist nicht einmal zwingend ein Wechselrichter zur Transformation von 12 V Gleichstrom auf 220 V Wechselstrom notwendig, denn viele Systeme laufen bereits auf 12 V. Auch Handys und Tabletts können über 12 V Anschlüsse aufgeladen werden.
Hinter dem Fensterda Sonnenlicht auch direkt hinter dem Fenster in Strom umgewandelt werden kann, ist auch dieser Aufstellungsort möglich. Die Fensterscheibe reduziert das Potenzial der Energieerzeugung nur minimal. Die Steckdose ist hier zudem meistens direkt verfügbar.

Zusammenfassung:
Die Mini-Solaranlage für die Steckdose ist kinderleicht anzuschließen. Das Solarmodul wird einfach aufgestellt oder befestigt und die Mini-Photovoltaikanlage wird in die Steckdose eingesteckt. Haushaltsgeräte verbrauchen zuerst den eingespeisten Strom und erst anschließend wird auf den Strom des Netzanbieters zugegriffen.